Lichtobjekt FRANK: Vom Filmmonster zur Designikone
Frankensteins Monster, entstanden im Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley aus dem Jahr 1818, gehört zu den bekanntesten Figuren der Literatur- und Filmgeschichte. Im Laufe der Zeit wurde es zur festen Größe der Popkultur, präsent in Filmen, Serien, Comics und Spielen.
Während die Vorlage selbst keine grüne Haut beschreibt und der Schwarz-Weiß-Film von 1931 keine Farbe festlegt, hat sich in Comics und späteren Darstellungen die grünliche bis grün-gelbe Erscheinung durchgesetzt. Auffällig, sofort erkennbar und klar vom „lebendigen“ Menschen abgegrenzt. Auch die kantige Kopfform und die markanten „Schrauben“ wurden zu ikonischen Merkmalen – und finden sich in abstrahierter Form bei FRANK wieder.
Erfrischend anders
Stani Jan Borowski greift dieses bekannte Motiv auf und denkt es weiter. FRANK nimmt Bezug auf das kulturelle Erbe, ohne sich in der düsteren Vorlage zu verlieren. Stattdessen entsteht eine Glasskulptur, die Leichtigkeit ausstrahlt. Nicht zum Fürchten. Zum Hinschauen.
Die Farben wirken lebendig und verändern sich je nach Licht – mal stärker grün, mal gelblicher. Die schwarzen Punkte rund um die Stirn erinnern dezent an die typischen Schrauben, die Pupillen blicken bewusst in unterschiedliche Richtungen und geben der Figur etwas Schräges und wunderbar Unperfektes.
Ein Monster mit überraschend guter Ausstrahlung, das nicht erschreckt, sondern zum erfrischenden Blickfang wird. FRANK hat nichts für dunkle Ecken übrig – er macht mit Hilfe frischer Farben kurzen Prozess damit. Und nachts zeigt das Monster, was es kann: Es leuchtet. Warm, lebendig und mit ganz viel Charme.
